Review: Bushido – Vom Bordstein Bis Zur Skyline

von Manfred Miesmacher

Und schon wieder ein Street-Rap-Album nach dem altbekannten Muster. Waffen, Drogen, Gewalt und Nutten, gähn…

„Vom Bordstein bis zur Skyline“ ist im Grunde leider nicht mehr als ein sehr durchschnittliches Gangsta-Rap-Album, wie man es fast schon monatlich von diversen Rappern im Wühltisch bei Saturn findet. Viel schlimmer als die anfangs genannten, immer gleichen Inhalte des Albums ist die fehlende Originalität bei der Darstellung. Denn der Künstler schreckt leider nicht davor zurück, mit allen Mitteln die Konkurrenz im Gangsta-Subgenre zu kopieren, jedoch stets mit durchschaubaren Erfolg.

Selbstverherrlichung kennt man von Kollegah, Kanacken-Slang von Haftbefehl und entwaffnende Punchlines von Farid Bang, wobei diese Künstler den Einsatz dieser Stilmittel beherrschen und im letzten Jahrzehnt stilgebend geprägt haben. Bushido versucht all dies auch zu machen, ohne jedoch jemals an die Klasse seiner Vorbilder ranzukommen.

Einzig und allein die technisch erstklassigen Features seines Kumpels Flers und die ordentlichen Beats sind positiv anzumerken, welche sehr harmonisch rüberkommen. Des Weiteren merkt man, dass sich der Künstler eigentlich Mühe gegeben hat, auch wenn es letztendlich nicht zu einem überzeugenden Endprodukt reichte.

Deswegen gibt es gnädiger Weise noch einen Stern mehr als eigentlich verdient und für das nächste Mal möge man Bushido raten, ein bisschen weniger von der Konkurrenz abzukupfern. Es muss ja nicht gleich eine Revolution des Genres sein, aber zumindest die Entwicklung eines eigenen Stils sollte einem ernstzunehmenden Künstler durchaus zumutbar sein.

Bewertung: 2/5 Chromfelgen

© Der Sprechgesangskurier