Review: Kollegah – King

Von Silke Grünthrog

Insgesamt betrachtet ist dieses Album ökologisch wirklich extrem wertvoll. Der Künstler verzichtet gezielt auf ressourcenfressende T-Shirt-Produktion und legt der mit 40€ wunderbar überteuerten „King-Box“ keine Kleidungsgegenstände bei, sondern nur unter höchsten Umweltvorschriften produzierte Plastik- und Papiererzeugnisse. Alle Kritiker, die Kollegahs Behauptungen, die Welt ein bisschen besser machen zu wollen, als populistische Promoaktion abgewiegelt haben, können angesichts dieser enormen Ecological Responsibility nur verstummen.

Auch die im Vorfeld des Öfteren geäußerten Aufforderungen, keinen Salat zu essen, beweisen, wie ernst es der selbst ernannte Weltmonarch mit der Umwelt des Planeten meint. Als ob der Diebstahl unschuldiger Salatpflanzen von Mutter Natur nicht schon schlimm genug wäre, sterben bei diesem Vorgang zudem auch noch Millionen von Schnecken durch die grausamen Hände bestialischer Salaternter. Wenn sich ein Rapper für solch verantwortungsvolle Themen, die für die ganze Menschheit von höchster Bedeutung sind, einsetzt, statt immer nur über Gewalt und Drogen zu rappen und sich selbst zu brüsten, kann ich als Verfechterin von ökologischer Nachhaltigkeit nur sagen: Chapeu!

Bewertung: 5/5 Gurken

© Der Sprechgesangskurier